Behandlungsmethoden und Behandlungsablauf

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Neben den klassischen Möglichkeiten (Brille, Kontaktlinsen), die aber mehr oder minder subjektive Nachteile mit sich bringen, gibt es folgende Operationen, die die Fehlsichtigkeit verringern oder ganz ausgleichen können:

Laser in situ Keratomileusis (LASIK) mittels Excimer-Laser
Photorefraktive Keratektomie (PRK oder LASEK) mittels Excimer-Laser

Wie funktioniert die Laserbehandlung?

Die Laserbehandlungen werden mit einem Excimer-Laser vorgenommen, einem Gerät der neuesten Generation. Es handelt sich dabei um einen Kaltlichtlaser, der photochemisch und punktgenau arbeitet, ohne das umliegende Gewebe zu zerstören.

Mit diesem Verfahren bieten wir eine schonende und dauerhafte Behandlung von Kurz- oder Weitsichtigkeit (-10 bis ca. +5 Dioptrien) sowie Hornhautverkrümmung bis ca. 5 Dioptrien.

LASIK-Methode (Laser in situ Keratomileusis)

Die LASIK, das modernste und am meisten verbreitete Verfahren, wird seit 1994 angewandt und hat folgende Vorteile:

Die Hornhautoberfläche wird nicht zerstört (im Gegensatz zur PRK) und daraus resultiert eine deutlich geringere Narbenbildung
Kaum postoperativer Schmerz
Schnelle Rückkehr des Sehvermögens

Mit einem automatisierten Messer (Mikrokeratom) wird eine sehr dünne Lamelle (Flap) von der Hornhaut teilweise abgeschnitten und wie ein "Buchdeckel" zur Seite gefaltet. An einer Seite bleibt die Lamelle mit der Hornhaut verbunden. Durch das zur Seite falten wird der mittlere Bereich der Hornhaut freigelegt.

Nun wird das Innere der Hornhaut mit dem Excimer-Laser geschliffen. Lichtpulse verdampfen dabei einzelne Bereiche der Oberfläche. Moderne Scanning-Spot-Laser ermöglichen es mit Mikrometergenauigkeit in Sekundenschnelle der Hornhautoberfläche jede beliebige Form zu geben.
Danach wird die Lamelle wieder auf ihren ursprünglichen Platz zurückgeklappt und hafet von selbst, ohne angenäht werden zu müssen.

PRK (Photorefraktive Keratektomie) und LASEK

Dieses Verfahren findet bereits seit 1988 Anwendung. Dabei wird die oberste Schicht der Hornhaut, das Epithel, mechanisch entfernt und anschließend mit dem Excimer-Laser die Hornhautoberfläche gezielt abgeschliffen. Nach einigen Tagen bildet sich das Epithel neu. Die Nachteile bestehen in der langsameren Heilung und in den teilweise deutlich stärkeren postoperativen Schmerzen.

Eine weitere Variante der PRK ist die LASEK, hierbei wird das Epithelblatt als ganzes abgehoben, umgeschlagen und nach der Operation an den ursprünglichen Platz zurückgelegt.

Wer ist für die Laserchirurgie geeignet?

  • Stabile Brillenwerte in den letzten zwei Jahren
  • Ausreichende Dicke der Hornhaut
  • gute Allgemeingesundheit, besonders der Augen
  • Volljährigkeit

Wer ist für die Laserchirurgie nicht geeignet?

  • Patienten mit Augenerkrankungen
    (z. B. Grauer Star, Glaukom etc.)
  • Patientinnen während Schwangerschafts-
    oder Stillphasen
  • Patienten mit Autoimmunkrankheiten

Eine definitive Klärung erfolgt im Rahmen des Patientengespräches während der Voruntersuchung.

Wie sehen die nächsten Schritte aus?

Sollten Sie sich für eine Laserbehandlung interessieren, vereinbaren Sie einen Beratungstermin in unserer Klinik am Westerberg. Selbstverständlich werden Sie von einem unserer erfahrenen Fachärzte beraten, der die ersten Voruntersuchungen in die Wege leitet.

Die Operationen werden nur von auf dem Gebiet der refraktiven Chirurgie langjährig erfahrenen Operateuren mit den Lasergeräten der modernsten Generation durchgeführt.

Wie hoch sind die Behandlungskosten und wer trägt sie?

Die Behandlungskosten werden nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung und nur in seltenen Fällen von der privaten Krankenversicherung erstattet. Dies gilt sowohl für die erforderlichen Voruntersuchungen als auch für die nachfolgenden Kontrollen.

Die Abrechnung der Behandlung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Die Höhe der Behandlungskosten variiert in Abhängigkeit der jeweiligen Indikationsstellung.

© 2005 Klinik am Westerberg
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